Gott auf dem Majdan Sonderausgabe ContaCor 17

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Sonderausgabe ContaCor 17
Gott auf dem Majdan 
Die Rolle der Kirchen in der Ukraine-Krise

Im November 2013 scheiterte das Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union. Infolgedessen begannen in der Ukraine die größten Proteste seit der Unabhängigkeit sowie die Forderung nach demokratischen Reformen. Der anfängliche Erfolg der Majdan-Bewegung wurde durch die russische Annexion der Krim und die bis heute andauernden militärischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine in den Schatten gestellt und brachte den Krieg wieder nach Europa. Das Buch „Gott auf dem Majdan. Die Rolle der Kirchen in der Ukraine-Krise“, das als Sonderausgabe der Hauszeitschrift vom Collegium Orientale, ContaCOr, erschienen ist, setzt sich mit der Frage nach der Bedeutung der christlichen Kirchen in der politischen Krise. Bis heute genießen die Kirchen in der Ukraine ein hohes gesellschaftliches Ansehen. Wegen des permanenten Scheiterns der politischen Gruppierungen und deren Unfähigkeit, eine dauerhafte Stabilität zu gewährleisten, werden die Kirchen als Institutionen angesehen, auf die man sich stützen kann. Seit dem Ausbruch der Proteste sind die Kirchen zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Majdans geworden. Sie wurden herausgefordert, sich den Fragen zu stellen, mit denen der Majdanprotest und der zerrissene ukrainische Staat im Laufe der nächsten Monate und bis heute konfrontiert wurden und werden: der moralischen Verantwortung der politischen Eliten, der Verschärfung der staatlichen Maßnahmen gegenüber den Demonstranten, der Radikalisierung der Proteste, der Steigerung der Gewalt und der territorialen Integrität der Ukraine. Das Hauptanliegen dieses Buches besteht also darin, die religiöse Komponente in der Ukraine-Krise eigens darzustellen, die Rolle der Kirchen während und nach den Majdanprotesten zu bewerten und nachzufragen, welches Potenzial sich in den Kirchen in der Zeit der gesellschaftlichen Transformationsprozesse in der Ukraine erkennen lässt und was die Kirchen zur Normalisierung der Lage beitragen könnten.
Die Darstellung gliedert sich in drei Teile: Die Kirchen vor, während und nach dem Majdan. Um die ukrainische religiöse Landschaft besser einordnen zu können, bedarf es einer Beschreibung der konfessionellen Lage in der Ukraine seit der Unabhängigkeit 1991 bis 2013. In einem ersten Schritt werden jene historischen Kontexte beschrieben, die für das Verständnis der angespannten zwischenkonfessionellen Situation nach der Wende 1989 charakteristisch waren. Im zweiten Teil erfolgt eine Darstellung, wie sich der zuvor kaum zu erwartende und deshalb durchaus überraschende Grundkonsens der Kirchen während des Majdans auf die Ukraine-Krise auswirkte. Der dritte Teil befasst sich mit religiösen Fragestellungen, die in der Periode nach der Annexion der Krim und nach dem Ausbruch des bewaffneten Konfliktes im Osten der Ukraine relevant geworden sind.
 
 
 
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